Der unsichtbare Teamplayer
AEROSIL® ist bei der Verarbeitung von LSR-Siliconkautschuk mit von der Partie
- Neue Technische Information erschienen -
Mittwoch, 26. März 2008
Sie sind klitzeklein und mit 0,05 Gramm auch federleicht. Ihre großen Brüder hingegen bringen schon mal bis zu 80 Kilogramm auf die Waage. Die Rede ist von sogenannten LSR-Produkten (LSR, englisch: Liquid Silicone Rubber), also von Flüssigsiliconkautschuken. Sie kommen zum Beispiel im Automobilbau, in der Elektrotechnik und dank ihrer problemlosen Sterilisierbarkeit auch in der Medizintechnik und im Lebensmittelsektor zur Anwendung. Doch egal, ob Riese oder Winzling, eines haben sie gemeinsam, nämlich die Kieselsäure. Synthetische Kieselsäuren sind seit vielen Jahren in der Siliconindustrie bekannt.
 |
|
Jetzt gibt das Unternehmen zu diesen Produkten eine Technische Information heraus. Auf 20 Seiten informiert Evonik über die speziellen Anforderungen an Kieselsäuren bei der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von LSR.
Für registrierte User steht die neue
Technische Information Nr. 1253 "AEROSIL® und AEROXIDE® für Flüssigsiliconkautschuk (LSR/LIMS)"
ab sofort auf der Aerosil- Fachliteraturseite als PDF-Download zur Verfügung. Ebenfalls kann die TI 1253 auch als Druckversion angefordert werden: Schicken Sie uns hierzu einfach eine Email mit Ihrer vollständigen Anschrift an aerosil@evonik.com |
Wer kann was?
Grundsätzlich eignen sich zur Herstellung von LSR-Produkten sowohl pyrogene als auch gefällte Kieselsäuren aus der Produkpalette der Evonik. Jedoch muss bei der Verwendung abgewogen werden, welche Eigenschaften der Compounds bei der Verarbeitung wichtig sind, beispielsweise niedriges Rheologie-Niveau, schnelles Vulkanisationsverhalten und gute Lagerstabilität. Soll ein hohes Maß an mechanischen und optischen Eigenschaften erzielt werden, kommen ausschließlich pyrogene Kieselsäuren zum Einsatz. Mit ihnen lassen sich außerordentlich hohe Transparenzen realisieren. Durch die ausgeprägte Hydrophobie (wasserabweisend) wird eine schnelle Verarbeitung und eine sehr gute Dispergierbarkeit ermöglicht. Eine Zugabe von Verarbeitungshilfsmitteln ist dabei nicht notwendig. Spezielle für die Anwendung Flüssigsiliconkautschuk entwickelte hydrophobe Kieselsäuren zeichnen sich vor allem durch eine sehr niedrige Verdickungswirkung aus. Demzufolge finden diese Produkte, deren Struktur durch einen zusätzlichen Verfahrensschritt noch modifiziert wurde, vor allem bei der Herstellung sehr gut fließfähiger Formulierungen Verwendung. Weitere pyrogene Kieselsäuren, die in der LSR-Anwendung ihren Platz haben, sind AEROSIL® 200, AEROSIL® 300 und AEROSIL® 380. Diese sind wasserbenetzbar, also hydrophil und werden typischerweise mit Verarbeitungshilfsmitteln wie Silanen der Evonik, vertrieben unter dem Markennamen Dynasylan®, eingesetzt. Fällungskieselsäuren wie beispielsweise SIPERNAT® 160 werden unter anderem bei der Herstellung von Tastaturmatten aus Siliconkautschuk eingesetzt, da sie über gute dynamische Eigenschaften verfügen. Hier ist vor allem der niedrige Druckverformungsrest zu nennen.
In der neuen Technischen Information der Evonik werden nicht nur die Eigenschaften von pyrogenem AEROSIL® erläutert, sondern auch die Herstellung von LSR-Systemen und die Anforderungen an die Kieselsäure detailliert beschrieben. Ein experimenteller Teil und Produktempfehlungen runden die Broschüre ab.