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Vorteilhaft für rheologische Eigenschaften

Silikonkautschuk und AEROSIL® - und nicht verdickt?
Insbesondere pyrogene Kieselsäuren wie AEROSIL® weisen neben ihrer Verstärkerwirkung Verdickungs- und Thixotropie- Eigenschaften auf, die für eine Reihe von Anwendungen von Nachteil sind und deshalb unterdrückt werden müssen. Dies ist für sehr niedrigviskose und fließfähige Systeme wie beispielsweise Flüssigsilikonkautschuk (LSR) oder RTV-2K-Systeme (Gieß- und Abdruckmassen) besonders wichtig. Nicht nur für die Verarbeitung ist eine geringe Viskosität erforderlich, auch längere Lagerzeiten müssen, ohne deutliche Veränderungen der rheologischen Eigenschaften, für diese sensiblen Systeme garantiert werden. Durch Modifikation hydrophiler Ausgangsprodukte mittels spezieller Verfahren gelingt es Evonik Industries AG, sehr hydrophobe (z.B. AEROSIL® R 812 S) und sogar sehr hydrophobe, strukturmodifizierte Produkte (z.B. AEROSIL® R 8200) anzubieten, die diese hohen Anforderungen erfüllen.
Silikonkautschuk dank AEROSIL® - bewusst verdickt!
In anderen Silikonsystemen hingegen werden bestimmte Viskositätsniveaus benötigt, die durch den Einsatz einer pyrogenen Kieselsäure gezielt eingestellt werden können. Bei der Verarbeitung von RTV-1K-Silikondichtungsmassen beispielsweise ist eine bestimmte Ausspritzrate (Extrudierbarkeit) absolut erforderlich. Zudem ist das Erreichen einer gewissen Standfestigkeit (Fließgrenze) unabdingbar, damit die Dichtmasse bei der Applikation (z.B. in einer Wandfuge) auch am gewünschten Ort verbleibt und exakt dort ausvulkanisiert. Dieser durch AEROSIL® erreichbare Effekt wird als Thixotropie bezeichnet. Im Allgemeinen werden für RTV-1K Silikondichtungsmassen unter anderem hydrophile AEROSIL® Produkte mit mittlerer aktiver Oberfläche wie z.B. AEROSIL® 150 eingesetzt. Für hochtransparente Systeme eignen sich hydrophobe Produkte wie AEROSIL® R 106 oder AEROSIL® R 812 S mit höheren aktiven Oberflächen hervorragend.

Aber auch durch Modifikation der Kieselsäure mit funktionellen Silanen können die rheologischen Eigenschaften der Silikonsysteme nachhaltig verbessert werden. Durch die Beladung der Kieselsäure mit funktionellen Silanen entstehen sehr hydrophobe Produkte, die z.B. niedrige Viskositäten in speziellen Silikonanwendungen ermöglichen.



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