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FAQ

Allgemeine Fragen

Unter dem Thix-Index, Thixotropie-Index versteht man den Quotienten aus zwei bei verschiedenen Drehzahlen ermittelten Viskositäten. In der Regel wird der Thix-Index mit einem Rotationsviskosimeter ermittelt. Die Drehzahlen bei n1 und n2 verhalten sich meistens etwa wie 1:10.
 
Ein Verfahren zur Bestimmung der spezifischen Oberfläche (m2/g) durch Adsorption von Gasen z. B. N2 nach Brunauer, Emmett und Teller (DIN 66 131), sog. "BET-Oberfläche".
 
AEROSIL® Typen können oberflächenbehandelt werden um funktionalisiert und/oder hydrophobiert, d.h. wasserabweisend zu sein. Dies wird mit der Bezeichnung "R" (repellant = wasserabweisend) im Namen angegeben. Ausgewählte AEROSIL® Typen (durch eine chemische Nachbehandlung mit Organosilanen) sind u.a. z.B. AEROSIL® R 202, AEROSIL® R 972, AEROSIL® R 812 S, AEROSIL® R 8200.
 
USP/NF: Colloidal Silicon Dioxide; EP: SILICA, COLLOIDAL ANHYDROUS; FCC: Silicon Dioxide; JECFA: SILICON DIOXIDE, AMORPHOUS.
 
AEROSIL® liegt als weißes, lockeres Pulver vor.
 
AEROSIL® wird großtechnisch durch kontinuierliche Flammhydrolyse von Siliciumtetrachlorid produziert. Hierbei wird SiCl4 in die Gasphase überführt und reagiert anschließend innerhalb einer Knallgasflamme mit dem intermediär gebildeten Wasser spontan und quantitativ unter Bildung des gewünschten Siliciumdioxids.
2 H2 + O2 -----> 2 H2O
SiCl4 + 2 H2O -----> SiO2 + 4 HCl
2 H2 + O2 + SiCl4 -----> SiO2 + 4 HCl

Bei dieser chemischen Reaktion wird eine beachtliche Wärmemenge frei, die in einer Abkühlstrecke abgeführt wird. Einziges Nebenprodukt ist gasförmiger Chlorwasserstoff, der von dem Feststoff AEROSIL® abgetrennt wird.
 
Im Falle von AEROSIL® R 972 wird frisch hergestelltes hydrophiles AEROSIL® 130 wird mit Dimethyldichlorsilan (DDS) in einem Fließbettreaktor umgesetzt. Das Silan reagiert mit den Silanolgruppen vorwiegend unter Bildung von Si-O-Si (CH3)2-Einheiten, wodurch das Material hydrophoben Charakter annimmt. Da Zahl der Silanolgruppen reduziert sich bei der Behandlung auf ca. 30% des anfänglichen Wertes.Auch mit anderen Silanen können analoge Reaktionen durchgeführt werden.
 

Verpackung und Handhabung

Die meisten Handhabungsschritte um den Prozess staubfrei zu gestalten sind in unserer Schriftenreihe Fine Particles Nr 28 „Handhabung synthetischer Kieselsäuren und Silikate“ beschrieben. Die Ingenieure unserer Handhabungstechnik können Geräte und Methoden empfehlen, wie man AEROSIL® staubfrei handhabt und beraten Kunde auch bei Fragen zur Handhabung und Verpackung.
 
AEROSIL® wird in mehrlagigen Papiersäcken mit 10 kg netto Gewicht geliefert und in der NAFTA Region auch in mehrlagigen 10 lb Papiersäcken.
 
AEROSIL® wird üblicherweise in mehrlagigen Papiersäcken mit einem Füllgewicht von netto 10 kg/Sack (in der NAFTA 10 lb net/bag) versandt. Die Säcke können auf Paletten umschrumpft oder umwickelt werden. Außerdem wir für einige Produkte einen Semi-Bulk-Verpackung der FIBC (Flexible Intermediate Bulk Container) angeboten. Große Mengen AEROSIL® können, je nach regionaler Verfügbarkeit in Silofahrzeugen (Europa, NAFTA und Japan) oder in Eisenbahnsilofahrzeugen (NAFTA) geliefert werden.
 

Produktsicherheit

Das oben genannte Produkt ist eine reine Substanz. Während des Produktionsprozesses verwenden wir keine Inhaltsstoffe und fügen keine Inhaltsstoffe hinzu, die üblicherweise als Allergene bezeichnet werden
-gemäß Richtlinie 2000/ 13/EG und Zusätzen -gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2001 – Information der Verbraucher über Lebensmittel
-gemäß der ALBA-Liste.
glutenhaltige Cerealien (z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut), Mais, Schalentiere, Weichtiere, Eier, Fisch, Milch, Laktose, Ochse, Schwein, Huhn/Hühnchen, Erdnüsse, Sojabohnen, Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Cashewnuss, Pekannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss, Sellerie, Senf, Sesam, Lupinen, Hülsenfrüchte, Zimt, Vanille, Koriander, Kakao, Schwefeldioxid, Sulfite, Hefe, Glutamat (E620 - E625), Benzoesäure (E210 - E219), Azo-Farbstoff / Pigmente.
-Andere Additive, Konservierungsmittel, Geschmacksrichtungen / Düfte oder Latex.
Da das Testen dieser Substanzen nicht Teil der standard- und routinemäßigen Qualitätskontrolle und Produktionsprüfverfahren ist, können wir nicht gewährleisten oder garantieren, dass diese Substanzen nicht in diesem Produkt enthalten sind.
 
Im Produktionsprozess des oben genannten Produkts verwenden wir keine genetisch modifizierten Organismen (GMOs). Das oben genannte Produkt ist kein GMO, es enthält keine GMOs und ist nicht mit GMOs in Kontakt gekommen. Daher sind die EG-Verordnungen Nr. 1829/2003 (in der jeweils gültigen Fassung) und Nr. 1830/2003 (in der jeweils gültigen Fassung) nicht anwendbar.
 
Ursprung – TSE / BSE und Materialien tierischen oder pflanzlichen Ursprungs Das oben genannte Produkt ist chemisch produziert. Im Herstellungsprozess verwenden wir keine Rohstoffe tierischen oder pflanzlichen Ursprungs (wie in EMEA / 410/01 erwähnt, aktuelle Version). In Produktionsanlagen verwenden wir generell keine Materialien tierischen oder pflanzlichen Ursprungs. Unser Produkt ist mit keinem Tier – oder Pflanzen – basierten Material kontaminiert, wenn es Anlagen und Lager des Herstellers verlässt.
 
Alle hydrophilen synthetisch amorphen Kieselsäuren des Typs AEROSIL® entsprechen den Qualitätsanforderungen für das Lebensmitteladditiv E 551 in Europa. Allerdings werden nur die Produkte AEROSIL® 200 F und AEROSIL® 380 F ab unserem Werk Antwerpen / Belgien gemäß HACCP-Prinzipien, wie in VO (EU) 852/2004 definiert, produziert.
 
AEROSIL® verursacht aufgrund seines röntgenamorphen Aufbaus beim Einatmen keine Silikose.
 
Informationen bezüglich der Sicherheit dieses Produkts finden Sie in dem Sicherheitsdatenblatt, das Sie mit der ersten Lieferung oder bei Erscheinen einer überarbeiteten Version erhalten. Die Sicherheitsdatenblätter sind auch erhältlich von Evonik Industries AG, Abteilung Produktsicherheit, E-MAIL: sds-im@evonik.com oder können über diese Website herunter geladen werden (Service/Sicherheitsdaten). Wir empfehlen, die Sicherheitsdatenblätter sorgfältig zu lesen, bevor das Material verwendet wird.
 

Kleb- und Dichtstoffe

Man mißt "Sagging" oder Standfestigkeit bzw. das Ablaufverhalten von Dichtungsmassen in einem genormten Prüfblock, in senkrechter Stellung bei Raumtemperatur. Nach ASTM D 2202-88 wird die Ablaufstrecke des unteren Randes des eingefüllten Dichtstoffes in mm gemessen.
 
Extrudierbarkeit ist die Gewichtsmenge einer Dichtungsmasse, die mit einer Kittpistole unter einem Luftdruck von etwa 0,6 N/mm2 durch eine Runddüse von etwa 6 mm Durchmesser in ein tariertes Gefäß ausgepreßt wird. Die Gewichtsmenge pro Zeiteinheit wird bestimmt nach der kanadischen Norm CGSB 19-GP-5 oder nach ASTM D 2452-69 T.
 
AEROSIL® R 202 und AEROSIL® R 805 sind sehr wirksame Thixotropiermittel für Strukturklebstoffe auf Basis Epoxidharzen oder Polyurethanen.
 

Farben und Lacke

AEROSIL® kann in praktisch allen Lack- und Farbensystemen verwendet werden z.B. in lösungsmittelhaltigen Lacken, Wasserlacken, UV härtenden Systemen und Pulverlacken.
 
Ja, durch die Mitverwendung von AEROSIL® werden die rheologischen Eigenschaften des Reibgutes positiv verändert. Die günstigere Beeinflussung von Viskosität und Thixotropie führt zu einer Verbesserung der Dispergierbarkeit (Mahlfeinheit) des Lacksystems.
 
In Korrosionschutzfarben kann AEROSIL® als Schwebemittel eingesetzt werden und verbessert die Rostschutzwirkung bei Zusatzen von 0,5 - 1,5 %. AEROSIL® R 972 und AEROSIL® R 974 sind geeignet.
 
Durch die Verwendung von AEROSIL® in Lacken und Farben kann man die Sedimentation von Pigmenten und Füllstoffen reduzieren oder verhindern. Die Zugabe von 0,4 - 0,8 % AEROSIL® 200, berechnet auf die Gesamtformulierung, ist üblich. In speziellen Fällen wie z.B. Zinkstaubfarben, Zusätze bis zu 1,5 % sind notwendig.
 
Eine AEROSIL® Konzentration von 0,5 - 1,0 % berechnet auf die Gesamtrezeptur sind normalerweise ausreichend.
 
AEROSIL® verbessert in Lacken und Farben Eigenschaften wie z. B. Rheologie, Viskositätskontrolle, Thixotropie, Schwebeverhalten, Antiabsetzmittel für Pigmente und Füllstoffe und verhindert das Ablaufen von Lacksystemen an senkrechten Flächen.
 
Eine Perl- oder Kugelmühle wird empfohlen. Für mattierte Systeme ist ein Dissolver ausreichend.
 

UP-Harze

Die Zugabe geringer Mengen eines bifunktionellen flüssigen Addtitives (z.B. Polyethylenglycol, Polypropylenglycol), kann das Verdickungsvermögen pyrogener Kieselsäuren deutlich steigern.
 
AEROSIL® 200 ist die gebräuchlichste AEROSIL® Type für den Einsatz in UPE Laminierharzen und Gelcoats.
 
AEROSIL® R 202 wird am häufigsten für die Verdickung in VE Harzen verwendet.
 
Zur Dispergierung von AEROSIL® in UPE Laminierharzen werden Ultrasonic Sonolator oder Inline Rotor-Stator empfohlen. Highspeed Dissolver werden auch benutzt.
 
Zum Verdicken eines Laminierharzes reichen 0,8 - 1,3 % AEROSIL® 200 aus.
 
Für eine gute Dispergierung von AEROSIL® in UPE Gelcoats werden Highspeed Dissolver empfohlen.
 
Zur Verdickung und zur Thixotropierung eines UP Gelcoats genügen 2,0 - 3,0 % AEROSIL® 200. In besonderen Fällen werden bis zu 4 % AEROSIL® 200 eingesetzt.
 

Silikonkautschuk und Silikondichtungsmassen

LSR (engl. = Liquid Silicone Rubber) wird im Spritzgußverfahren dem sogenannten LIMS-Verfahren (engl. Liquid Injektion Moulding System) verarbeitet.
 
AEROSIL® R 8200 ist eine neue hydrophobe pyrogene Kieselsäure, die sich durch eine extrem niedrige Verdickungswirkung auszeichnet. AEROSIL® R 8200 verfügt neben einer sehr gleichmäßigen Hydrophobie über eine deutlich niedrigere Struktur als die bisher bekannten AEROSIL® Typen und weist folgende Eigenschaften auf: extrem niedrigere Verdickungswirkung; sehr gute Verstärkereigenschaften bei hohem Füllgrad; gute Eignung für transparente Systeme; sehr gute Verarbeitbarkeit durch hohe Hydrophobie sowie hohe Stampfdichte z.B. für Flüssigsilikonkautschuk, RTV-2K Silikonkautschuk (Gieß- und Abdruckmassen), selbstnivellierende oder hochreißfeste Silikonformulierungen.
 
AEROSIL® 150 und AEROSIL® R 972 sind die meist verwendeten AEROSIL® Typen.
 
AEROSIL® R 974 oder AEROSIL® R 106 kann die Transparenz in farblosen RTV-1K Dichtungsmassen erhöhen und AEROSIL® R 812 S, wenn eine besonders hohe Transparenz gefordert wird.
 
AEROSIL® 200, AEROSIL® 300 und AEROSIL® 380 sind die meist verwendeten AEROSIL® Typen. Diese hydrophilen (nicht behandelten) Produkte benötigen während des Compoundierens eine Behandlung mit funktionellen Silanen, eine sogenannte "in-situ" Hydrophobierung. Zusätzlich empfehlen wir spezielle hydrophoben Produkte wie AEROSIL® R 8200 und AEROSIL® 812 S die direkt und nach dem Motto "simply just mix" eingesetzt werden können (eine "in-situ" Hydrophobierung ist nicht notwendig).
 
Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem Weiterreißwiderstand und der BET-Oberfläche. Der Weiterreißwiderstand von z.B. Silikonkautschuk-Vulkanisaten steigt mit zunehmender BET-Oberfläche der eingesetzten AEROSIL® Type an. Um einen guten Weiterreißwiderstand zu erhalten sollten AEROSIL® Produkte mit hoher BET-Oberfläche eingesetzt werden (z.B. AEROSIL® R 812 S).