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Lagerfähigkeit von AEROSIL® pyrogener Kieselsäure

AEROSIL® ist chemisch weitgehend inert und wird sich unter geeigneten Lagerbedingungen auch in Jahrzehnten chemisch nicht verändern. Dabei wird vorausgesetzt, dass AEROSIL® nicht mit Fluorwasserstoffsäure oder starken Basen in Kontakt kommt, da diese Substanzen prinzipiell mit Siliciumdioxid reagieren.

Bei nicht idealen Lagerbedingungen kann aufgrund der hohen spezifischen Oberfläche flüchtige Substanzen an AEROSIL® adsorbiert werden. Dabei werden Verbindungen bevorzugt, die insbesondere über Amin- oder Hydroxylgruppen mit den Silanolgruppen in Wechselwirkung treten können.

Im Falle von Wasser ist die Adsorption reversibel. So kann der Trocknungverlust von hydrophilem AEROSIL® mit steigender Luftfeuchtigkeit zunehmen und mit sinkender Luftfeuchtigkeit wieder Abnehmen. Bei hydrophobem AEROSIL® ist die Adsorptionsfähigkeit signifikant reduziert und die Feuchtigkeitsaufnahme deutlich geringer.

AEROSIL® hat bei einer Stampfdichte von 50 g/l eine Raumerfüllung von nur 3%. Es ist nicht auszuschließen, dass sich das AEROSIL® bei längerer Lagerung, insbesondere in den unteren Palettenschichten, etwas verdichtet. Dies kann zu einem geringfügigen Anstieg der Stampfdichte und zu einer Änderung der Struktur führen.

Es wird empfohlen, AEROSIL® und andere pyrogene Oxide in geschlossenen Gebinden, trocken und vor flüchtigen Substanzen geschützt zu lagern und innerhalb von zwei Jahren nach der Produktion zu verarbeiten. Das Produktionsdatum ist in der Kontrollnummer enthalten, welche auf jedem Sack aufgedruckt ist.

Detaillierte Information über Lagerung finden Sie in der Technischen Information 1373 Lagerung von AEROSIL®