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Toxikologie und Arbeitshygiene

Synthetisch amorphe Kieselsäure wird in einer Vielzahl von Produkten und Prozessen eingesetzt. Die Verabreichung synthetisch amorpher Kieselsäuren führt weder auf dem oralen noch auf dem dermalen Weg zu akut toxischen Symptomen. Untersuchungen zur Bewertung der Toxizität bei Haut- bzw. Augenkontakt zeigen, dass synthetisch amorphe Kieselsäure Augen und Haut nicht reizt.

Es ist bekannt, dass synthetisch amorphe Kieselsäure bei chronischem Hautkontakt zur Austrocknung oder zu degenerativen Ekzemen führen kann. Diese Reaktionen sind durch intensiven Hautschutz bzw. Pflege zu vermeiden. Aus den Daten arbeitsmedizinischer Untersuchungen in den Jahrzehnten der Herstellung und Nutzung ergeben sich keine Anhaltspunkte für ein sensibilisierendes Potential. Es wurde über keinen Fall einer Kontaktallergie berichtet. Synthetisch amorphe Kieselsäuren haben keine erbgutverändernde Wirkung. Es wurden keine teratogenen Effekte beobachtet. Nach wiederholter oraler Aufnahme wurden keine behandlungsbedingte Effekte festgestellt.

In Inhalationsstudien führte keine der untersuchten synthetisch amorphen Kieselsäuren zu bleibenden Veränderungen in der Lunge oder fortschreitenden, mit einer Silikose vergleichbaren Schäden. In vielen epidemiologischen Studien an chronisch exponierten Beschäftigten wurden keine Hinweise auf eine Silikose gefunden. Die verfügbaren Daten geben keinen Hinweis auf Lungenkrebs oder andere nachhaltige Atemwegserkrankungen. Nach allen vorliegenden Daten sind synthetisch amorphe Kieselsäuren bei Einhaltung geltender Grenzwerte offensichtlich nicht gesundheitsschädlich. In der Bundesrepublik Deutschland darf eine maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) von 4 mg/m3 (einatembarer Staubanteil) nicht überschritten werden.

 
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